4. Stendaler Lichttage

18. - 20. Oktober 2018
19 - 22 Uhr

St. Petri Kirche | Uenglinger Tor | Gertraudenhospital | Fotokombinat Altmark

St. Petri

Aura, 2018 + Schwingungen, 2014

Künstler: Anika Hippler
Aktion: Lichtinstallation

Annika Hippler zeigt in der St. Petri Kirche zwei Lichtinstallationen. Dabei kommen Laser zum Einsatz, deren gebündeltes Licht von spiegelnden Oberflächen reflektiert wird. Mitten im Chorus von St. Petri unterteilt ein schwebender Reflektor den Raum in eine obere und untere Sphäre. Sein goldener Schimmer korrespondiert mit den Vergoldungen des Flügelaltars und wirft in rhythmischen Wellen ein Meer aus bewegten Lichtreflexen auf den Kirchenboden, während das Deckengewölbe von einer irrlichternden Aureole durchwandert wird, die ihre Position sucht und niemals findet. In der Taufkirche Winckelmanns hat Hippler auch speziell eine Arbeit für das Taufbecken entwickelt. Ein Wassertropfen fällt stetig von oben hinein und löst eine Schwingung aus, die sich als Lichtreflexion auf das Kirchenschiff überträgt.

Gertraudenhospital

Membran

Künstler: Maria Elena Schmidt
Aktion: 

Die 4. Stendaler Lichttage finden in diesem Jahr zu Ehren des 300. Geburtstages von Johann Joachim Winckelmann statt. Zu diesem Anlass wird im Gertraudenhospital eine Installation entstehen, welche die Handwerkstraditionen der beiden Eltern in Dialog treten lässt und somit die Herkunft und frühen Einflüsse Winckelmanns thematisieren soll. “Die Winckelmanns waren eine alteingesessene Stendaler Schuhmacherfamilie, die sich bis ins 16. Jh. zurückverfolgen lässt. […] Die Mutter stammte aus einer angesehenen Stendaler Tuchmacherfamilie.”1 Als gemeinsame Komponente der beiden Handwerkberufe wird der Faden in der Installation Membran zu sehen sein.

Maria Elena Schmidt bearbeitet ihr Trägermaterial mit Nadel und Faden. Sie lässt den Faden, der im Schuhmacherhandwerk als verbindenes Element genutzt wird, in das Gewebe des Tuches eingreifen. Beide Werkstoffe werden buchstäblich miteinander verflochten. Das Tuch wird zur Membran. Es wird durchstochen, durchlöchert, verletzt, und aufs Neue miteinander verbunden und zusammengehalten.

Der Faden verbindet die sichtbare Vorderseite mit der unsichtbaren Rückseite. Das Licht erzeugt eine Interaktion der beiden Seiten, indem es von hinten durch die Einstichlöcher nach vorne dringt. Gleichzeitg macht es die Schemen der Fäden sichtbar, die sich auf der Rückseite befinden, und schafft somit eine Ahnung des Verborgenen. Die Perforierung, die winzigen Fenstern gleicht, eröffnet die Möglichkeit dahinter zu blicken.

Uenglinger Tor

FORMATIONEN

Künstler: XENORAMA
Aktion: Fassadenprojektion

Die Künstlergruppe Xenorama wird für die Stendaler Lichttage eine Projektion an das
Uenglinger Tor realisieren, in der Licht und Klang zu einer immersiven Erfahrung
verschmelzen. Aspekte aus Johann Winckelmans forscherischer Arbeit werden mit der Struktur und
Details des Gebäudes in einer abstrakten Narration grafisch und klanglich verarbeitet.
Dabei wird die Technologie des Projection Mappings auf gezielte Art und Weise eingesetzt
und eng mit dem eigens angefertigten Soundtrack verzahnt.

Petrikirchstr. 2 (Fahrrad Neumann)

Werde zum Lichtkünstler!

Künstler: Fotokombinat Altmark 
Aktion: Angebot zum Mitmachen

Beschreibung: 
Laura Boeck und Peter Kramer vom Fotokombinat Altmark zeigen, wie Lichtkunst-Fotografien entstehen und laden zum Mitmachen ein. Mit Taschenlampen und anderen Leuchtmaterialien können die Besucher vor Ort ganz eigene Lichtkunst-Fotos erstellen und als Andenken mit nach Hause nehmen.

Nordwall Classic Garage

Finissage

Die Finissage findet am Samstag von 21:00 bis 24:00 Uhr statt.

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