4. Stendaler Lichttage

18. - 20. Oktober 2018
19 - 22 Uhr

St. Petri Kirche | Uenglinger Tor | Gertraudenhospital | Fotokombinat Altmark

Organisatorische Leitung

Künstlerische Leitung - Herbert Cybulska

Auf Winkelmanns Spuren

18.10. bis 20.10.2018 jeweils von 19 bis 22 Uhr

Ausgangspunkt für die Programmgestaltung der Stendaler Lichttage 2018 ist das Leben des berühmten Sohnes der Stadt, Johann Joachim Winckelmann. Am Ort seiner Taufe, der St. Petri, installiert die Berliner Künstlerin Annika Hippler gleich zwei Arbeiten.

Die Fassade ist „Leinwand“ für den Lichtkünstler, Maler und Bühnenbildner Ingo Bracke aus Detmold. Er malt vor Ort Dias für diesen Ort, die mit klassischen Bühnenprojektoren an die Wand geworfen werden. Nebenan sind von ihm grafische Motive zu sehen, projiziert mit einem von ihm mitentwickelten Gerät. Das Produktionskollektiv XENORAMA, eine Gruppe von Graphikern, Lichtkünstlern und Musikern aus Potsdam und Bremen hat ein Videomapping zum Thema für das Uenglinger Tor vorbereitet. Am Ende des Rundgangs ist eine Arbeit von Maria-Elena Schmidt im Getraudenhospital zu sehen, dem ehemaligen Gebäude der Volkspolizei.

Die Installation mit Stoff und Licht verweist in seiner handwerklichen Art auf die Herkunft Winckelmanns. Die Fassade bespielt wiederum Ingo Bracke mit Hinweis auf das in Sichtweite liegende Portal des Georgshospitals, in dem Winckelmanns Eltern den  Lebensabend verbrachten.

Herbert Cybulska
Künstlerischer Leider der Stendaler Lichttage

Die Lichttage Stendal sind eine Initiative der H. u. H. Kaschade-Stiftung in enger Zusammenarbeit mit der Hansestadt Stendal

Prof. Hans-Jürgen Kaschade hatte die Idee, in Stendal Lichttage zu veranstalten aus Schweden mitgebracht. Von der Idee bis zu den 1. Stendaler Lichttagen 2015 bedurfte es doch einiger Zeit, in der das künstlerische Konzept, die Finanzierung, die Partner und die technische Umsetzung geklärt werden mussten. Ziel des Vorhabens war, etwas Besonderes mit künstlerischem Anspruch den Stendalern anzubieten, das keinen Eintritt kostet und für jeden zugänglich sein sollte. Es ging um die Ausweitung des Kulturangebotes in den öffentlichen Raum. Gleichzeitig erhoffen sich die Initiatoren, Spender und Sponsoren eine Erhöhung der Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Stendal. Aufgrund des Erfolgs der ersten Lichttage im Oktober 2015, fanden die 2. Stendaler Lichttage 2016 statt und bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die 3. Stendaler Lichttage vom 19.-21. Oktober 2017, die im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums in und um den Stendaler Dom veranstaltet werden sollen. Der Erfolg und die vielen positiven Reaktionen der ca. 7000 bis 8000 Besucher im Jahr 2016 sind Ansporn für die Stiftung, die Lichttage wiederum mit einem größeren Betrag zu finanzieren. Wir hoffen, dass wir auch 2017 mit der Unterstützung Stendaler Unternehmen rechnen können. Die Stiftung dankt den im Flyer angeführten Unternehmen für ihr Engagement!

Die H. u. H. Kaschade Stiftung wurde 1995 vom Ehepaar Hermine und Hans-Jürgen Kaschade aus Hohenvolkfien / Niedersachsen in Stendal gegründet. Prof. Kaschade war 1990 als Beamter von Niedersachen abgeordnet worden, um als Gründungsrektor erst die Hochschule Magdeburg und dann den Standort Stendal aufzubauen.

Seit Gründung der Stiftung verfolgt diese die Förderung von Studenten, die Verbreitung deutschsprachiger Literatur im In- und Ausland, sowie die Unterstützung kultureller Projekte in der Region. Die Aktivitäten der Stiftung werden fast immer im Verbund mit Partnern durchgeführt. So gibt es in Zusammenarbeit mit Stendaler Unternehmen Projekte für und mit Migranten, ein Künstlerstipendium, offene Bücherregale und es werden zahlreiche Aktivitäten anderer Akteure in Stendal unterstützt.

Die Stiftung hat einen Vorstand bestehend aus fünf Mitgliedern. Vorstandsvorsitzender ist Tilman Tögel aus Stendal.

Die Arbeit wird von einem Beirat begleitet, dem acht Personen angehören und dessen Vorsitzender Rainer Erdmann aus Arneburg ist.

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