19. - 21. Oktober 2017
19 - 22 Uhr

Dom St. Nikolaus | Kreuzgarten des Domes
Wallanlage Westwall | St. Annenstift
Kleine Markthalle | Landgericht

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem St. Annenstift um die Tagesklinik der Salus gGmbH (Westwall 44/45) handelt.

Organisatorische Leitung

 

 

Künstlerische Leitung - Herbert Cybulska

Lichter, Luther, Laster und luftige Höhen
3. Stendaler Lichttage

19.10. bis 21.10.2017 jeweils von 19 bis 22 Uhr

 

Der Parcours der dritten Stendaler Lichttage  beginnt bei der Kleinen Markthalle, in der von Ingo Wendt erdachte und gebaute Projektionsmaschinen zu erleben sind: „Ornamente Generator“ und „Lichtgemälde“ sind von drinnen oder draußen zu betrachten. Ingo Wendt mit klassischen Lampen, Linsen, Gläsern und Motoren. Für Liebhaber klassischer Mechanik eine Freude.

Am Haupteingang des Landgerichtes gibt es einen ersten Hinweis auf die Lichtaktivität im Dom.  Das Duo Hartung/Trenz – seit über zwanzig Jahren lichtaktiv als Pioniere  medialer Kunst und inzwischen in ganz Europa gefragt – wird im Hauptschiff des Domes mit dem Wortschatz Martin Luthers spielen. Eine Raumgreifende Installation von einer runden Viertelstunde, in die der Besucher zu jedem Zeitpunkt einsteigen kann.

Für den Kreuzgarten des Domes bereitet Sonja Sofia Yakovleva große Scherenschnitte vor, die ein Schlaglicht auf die Zeit vor der Reformation werfen: Sünde, Schuld, Hölle und Leiden werden in einer schwarz-weißen Bilderwelt verarbeitet, die nicht mit Grautönen arbeitet, sondern mit gut gesetzten Kontrasten.

Die Gedankenwelt von Reformation und Aufklärung verarbeitet das Theater der Altmark in einer Installation für den Kapitelsaal des Domes.

Die Bildende Künstlerin Elvira Chevalier beschäftigt sich mit den Formensprachen von Bäumen.  „Polygonreduktion“ nennt sie ihre Arbeiten, die mit phosphorisierenden Linien die krummen und schiefen Strukturen von Ästen sachlich darstellt. Durch den Einsatz spezieller Scheinwerfer entstehen dennoch sinnliche Bilder, nachts in der Allee.  

Im St. Annenstift bereitet die Weimarer Künstlerin Judith Rautenberg eine Intervention mit Licht und Video vor, die vom Damm aus zu betrachten sein wird.

Der Weg zurück zum Dom führt über die Prinzengasse, die während der Lichttage ein besonderes Licht erhält. Auf dem Domplatz wird die Freiwillige Feuerwehr die Besucher mit kleinem Imbiss und Getränken versorgen – die Lichttage sind ja auch eine gesellige Angelegenheit – ein Ort des Austauschs und der Begegnung.

Herbert Cybulska
Künstlerischer Leider der Stendaler Lichttage

Dom St. Nikolaus
Macht-Wörter

Detlef Hartung und Georg Trenz entwickeln bereits seit über 20 Jahren komplexe Raumlayouts aus Licht und Typographie. Im Stendaler Dom nutzen Sie Redewendungen und Wortfindungen Martin Luthers, um den gesamten Innenraum in einen emotional wie intellektuell herausfordernden Text-, Sprach- und Lichtraum zu verwandeln. Sie arbeiten...

Kleine Markthalle
Künstler: Ingo Wendt

Der Ornamente Generator auf Basis eines Kaleidoskopes ist etwa 2,6m lang, 2,4m hoch und 1,4m breit. Ein Spiegeltunnel befindet sich in Augenhöhe. Für Kinder gibt es eine Leiter. Hinter dem Spiegeltunnel dreht sich eine durchleuchtete Trommel in der sich die Bildbestandteile befinden. Ein imposantes Rundbild entsteht laufend neu. Es...

St. Annenstift
Künstler: Judith Rautenberg

Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis sind fast ständig von Pixeln umgeben – kleine Punkte, die ganze Bilder erzeugen. Sie verweisen auf die Digitalisierung unserer Welt und auf die abstrakten, virtuellen Räume, die daraus entstehen. „Pixelation“ spannt in Interaktion mit Elvira Chevaliers Arbeit einen Raum jenseits von Mauer...

Westwall
Künstlerin: Elvira Chevalier

Elvira Chevalier lässt zusätzlich der Serie der „Polygonreduktionen“ in Anwendung von „Triangulation“ ein anderes Verfahren der Flächen- und Raumdarstellung seine Wirkung entfalten. Dabei werden die Flächen und Räume in Dreiecke aufgeteilt. Die Querverbindungen der Dreiecke erzeugen Räumlichkeit, lassen diese jedoch auch auf die...

Kreuzgarten Dom
Untertitel

Es ist schwierig sich in der heutigen Zeit vorzustellen, dass die Menschen im Mittelalter ernsthaft daran glaubten durch das Zahlen eines Betrages den Verweilort für ihre Seele nach dem Tod aussuchen zu können. Ein solches Angebot in der heutigen Zeit würde man als Schwindel bezeichnen. Trotzdem kann man die Menschen die sich ...

Kapitelsaal Dom
Künstler: Theater der Altmark

Im Kapitelsaal des Doms präsentiert das Theater der Altmark eine Zitate-Collage. Textpassagen aus religiösen Schriften wie Bibel, Koran oder Buddha-Überlieferung werden vorgelesen und mit Auszügen aus dem Grundgesetz und der Menschrechtskonvention gegenübergestellt. Der Hörer erfährt so vieles über gemeinsame, aber auch teils...

Prof. Hans-Jürgen Kaschade hatte die Idee, in Stendal Lichttage zu veranstalten aus Schweden mitgebracht. Von der Idee bis zu den 1. Stendaler Lichttagen 2015 bedurfte es doch einiger Zeit, in der das künstlerische Konzept, die Finanzierung, die Partner und die technische Umsetzung geklärt werden mussten. Ziel des Vorhabens war, etwas Besonderes mit künstlerischem Anspruch den Stendalern anzubieten, das keinen Eintritt kostet und für jeden zugänglich sein sollte. Es ging um die Ausweitung des Kulturangebotes in den öffentlichen Raum. Gleichzeitig erhoffen sich die Initiatoren, Spender und Sponsoren eine Erhöhung der Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Stendal. Aufgrund des Erfolgs der ersten Lichttage im Oktober 2015, fanden die 2. Stendaler Lichttage 2016 statt und bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die 3. Stendaler Lichttage vom 19.-21. Oktober 2017, die im Zeichen des 500-jährigen Reformationsjubiläums in und um den Stendaler Dom veranstaltet werden sollen. Der Erfolg und die vielen positiven Reaktionen der ca. 7000 bis 8000 Besucher im Jahr 2016 sind Ansporn für die Stiftung, die Lichttage wiederum mit einem größeren Betrag zu finanzieren. Wir hoffen, dass wir auch 2017 mit der Unterstützung Stendaler Unternehmen rechnen können. Die Stiftung dankt den im Flyer angeführten Unternehmen für ihr Engagement!

Die H. u. H. Kaschade Stiftung wurde 1995 vom Ehepaar Hermine und Hans-Jürgen Kaschade aus Hohenvolkfien / Niedersachsen in Stendal gegründet. Prof. Kaschade war 1990 als Beamter von Niedersachen abgeordnet worden, um als Gründungsrektor erst die Hochschule Magdeburg und dann den Standort Stendal aufzubauen.

Seit Gründung der Stiftung verfolgt diese die Förderung von Studenten, die Verbreitung deutschsprachiger Literatur im In- und Ausland, sowie die Unterstützung kultureller Projekte in der Region. Die Aktivitäten der Stiftung werden fast immer im Verbund mit Partnern durchgeführt. So gibt es in Zusammenarbeit mit Stendaler Unternehmen Projekte für und mit Migranten, ein Künstlerstipendium, offene Bücherregale und es werden zahlreiche Aktivitäten anderer Akteure in Stendal unterstützt.

Die Stiftung hat einen Vorstand bestehend aus fünf Mitgliedern. Vorstandsvorsitzender ist Tilman Tögel aus Stendal.

Die Arbeit wird von einem Beirat begleitet, dem acht Personen angehören und dessen Vorsitzender Rainer Erdmann aus Arneburg ist.

Die Stendaler Lichttage werden unterstützt durch

Eine Initiative der H.u.H. Kaschade Stiftung Stendal in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Stendal

Mit Unterstützung durch: Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Stendal, Theater der Altmark, Elektromeister Tipmann, PreWorks

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